ERSCHLIESSUNG

Nathalie Knöhr und Nadine Kulbe

BILDSEHEN // BILDHANDELN

Die Freiberger Fotofreunde als Community of Visual Practice

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Die Freiberger FotofreundeIm Jahr 1950 gründeten einige aus Freiberg und Umgebung stammende Natur- und Heimatfreunde im Kulturbund der DDR einen Fotozirkel. Dieser war seit 1959 in die staatlichen Amateurstrukturen eingebunden: zunächst in die Zentrale Kommission Fotografie im Deutschen Kulturbund und ab 1982 in deren Nachfolgeorganisation, die Gesellschaft für Fotografie [1]. Nach der ,Friedlichen Revolution‘ und der Wiedervereinigung agierte der Club eigenständig und seine Mitglieder bezeichnen sich seitdem offiziell als Freiberger Fotofreunde [2].

Die Mitgliederzahl betrug im Laufe der Clubgeschichte stets etwa 30 Personen. Männliche Mitglieder sind bis heute in der Überzahl. Aktuell gehören ihm 26 Personen an, davon sind neun Frauen. Einige Mitglieder sind bereits seit Mitte der 1970er Jahre bei den Fotofreunden aktiv, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 60 Jahren. Die Berufsstruktur ist und war immer sehr uneinheitlich, wobei die meisten Mitglieder inzwischen das Rentenalter erreicht haben: Unter ihnen gibt und gab es Landwirte, Metallfacharbeiter, Pressefotografen, Ingenieurinnen und Ingenieure, Sekretärinnen, Kriminalbeamte, Lehrerinnen [3].

Besonders bemerkenswert, und eine wesentliche Komponente der langen, kontinuierlichen Geschichte, ist das gesellige und freundschaftlich geprägte Clubleben, das neben regelmäßigen Treffen, gemeinsamen Ausflügen und Fotoprojekten auch private Feiern umfasst, die die Familien der Clubmitglieder zu einem Teil des Kollektivs werden lassen. Die Abwechslung zwischen ernsthaft betriebenem Hobby und familiärem Miteinander wird von den Mitgliedern geschätzt und betont: „Es ist diese Mischung zwischen was Ernsthaftem, ein ernsthaftes Ziel zu verfolgen, gemeinsam; und andererseits eben auch das Gesellige, das Familiäre. Das ist auf jeden Fall wichtig“, resümierte etwa Fotofreund Hans-Jürgen Wendel [4].

Weil sie sich als visuelle Chronistinnen und Chronisten Freibergs betrachten, gehören insbesondere die Stadt und ihre Bewohner und Bewohnerinnen, das lokale Alltagsgeschehen, aber auch Architektur und Arbeitswelten zu den bevorzugten Motiven der Clubmitglieder. Neben dieser gemeinsamen zeit- und sozialdokumentarischen Aufgabe gehen die Freiberger Fotofreunde ihren persönlichen fotografischen Vorlieben nach: Einige bevorzugen Landschafts- und Tieraufnahmen, manche Porträts, andere fotografieren Straßenszenen. Jedes Mitglied verwaltet sein fotografisches Archiv selbst und entscheidet über Ablagesysteme, Digitalisierung, Bearbeitung und Verwendung der Bilder (Abb. 1).

Seit ihrer Gründung beteiligen sich die Freiberger Fotofreunde an nationalen und internationalen Ausstellungen und Wettbewerben und gestalten Club- und Einzelausstellungen. Neben ihrem fotografischen Schaffen sind auch der regelmäßige Austausch und die Kooperation mit nationalen und internationalen Fotoclubs von Belang. So entstand gemeinsam mit Amateurfotoclubs der Freiberger Partnerstädte Gentilly (Frankreich), Príbram (Tschechien), Wabrzych (Polen), Delft (Niederlande) und Amberg das Projekt Gekreuzte Blicke, bei dem die Fotografinnen und Fotografen im Wechsel jeweils die ‚fremden‘ und ihre eigenen Städte porträtierten. Die Ergebnisse der fotografischen Stadtbesuche wurden in Ausstellungen und Begleitbänden präsentiert [5].

Die Freiberger Fotofreunde lassen sich aufgrund ihres kollektiven Selbstverständnisses als lokale Gemeinschaft visualisierender Praktikerinnen und Praktiker, also als eine „community of visual practice“, beschreiben. Nach Jean Lave und Étienne Wenger ist dies eine soziale Gruppe, die im gemeinschaftlichen Tun und voneinander Lernen mit der Zeit eigene Regeln der Praxis ausbildet [6]. Die Mitglieder produzieren und tradieren bestimmte Praktiken, arbeiten an gemeinsamen Aufgabenstellungen, wie zum Beispiel den clubeigenen Jahresthemen, Einreichungen für Mappenwettbewerbe, Ausstellungen oder Publikationen, und greifen hierbei auf ein gemeinsames Repertoire an Routinen und Konventionen, von Wissen und Instrumentarien zurück [7]. In kollektiven, visualisierenden und fotografischen Lehr- und Lernprozessen bilden die Mitglieder der Freiberger Fotofreunde seit Jahrzehnten ihre jeweiligen gestalterischen Fertigkeiten und individuellen fotografischen Auffassungen aus.

Die Chancen, die das Lernen in der Gruppe für die persönliche fotografische Entwicklung birgt, betonen die Mitglieder in Gesprächen und Interviews, aber auch in ihren eigenen Publikationen. So beschreibt Peter Hoyer, Clubmitglied seit 2016, die Bandbreite der Gruppenaktivitäten und des damit verbundenen Lernens im aktuellen Jubiläumsband: „Das Clubleben ist für mich eine Bereicherung, es werden Fotos zu bestimmten Themen vorgestellt und die Gestaltung diskutiert, Vorträge organisiert und Erfahrungen ausgetauscht. Die Erkenntnisse daraus helfen mir, meine Bilder zu optimieren und Fehler bei der Fotografie zu vermeiden. Die Teilnahme an Wettbewerben und die Gestaltung von Ausstellungen der Freiberger Fotofreunde macht mir viel Freude und Spaß.“ [8] Den Projektbearbeiterinnen helfen die Diskussionen und das Interagieren mit den Akteuren und Akteurinnen, deren Handeln und Motive besser zu verstehen. Das Ziel der fotografischen Arbeiten der Fotografinnen und Fotografen ist durchaus die Anerkennung und Wirkung in der Öffentlichkeit. Diese Ambitionen belegen prägnante Lehrsätze wie „Ein Bild sollte einen Vordergrund, einen Hintergrund und überhaupt einen Grund haben.“ [9], oder „Wir fotografieren nicht fürs Familienalbum, wir fotografieren nicht für die Schublade, wir wollen mit unseren Bildern an die Öffentlichkeit und mit den Bildern anderen Menschen unsere Welt zeigen.“ [10]


Das DFG-Projekt „BildSehen // BildHandeln“Ihr alltägliches und in soziale, gesellschaftspolitische und materielle Kontexte eingebundenes kollaboratives Handeln, das sich zwischen Produktion, Präsentation und Dokumentation bewegt, sowie ihre visuelle Praxis werden im Rahmen des DFG-Projekts „BildSehen // BildHandeln. Die Freiberger Fotofreunde als Community of Visual Practice“ in zwei separaten Projekten ethnografisch erforscht. Im Teilprojekt „BildSehen“ steht die bildanalytische Erfassung ausgewählter Bildbestände im Mittelpunkt, die mit biografischen und themenzentrierten Interviews verschränkt wird. Auf diese Weise werden Beziehungen zwischen Motivwahl und Bildsprache und dem jeweiligen Entstehungszusammenhang der Fotografien erfasst. Für das Teilprojekt wurden vier langjährige Clubmitglieder ausgewählt. Mehrere Sichtungen ihrer privaten Bildarchive und begleitende Interviews bilden die Grundlagen der Untersuchung. Archivrecherchen und Zeitschriftenauswertungen unterfüttern die Erfassung der organisatorischen und kulturpolitischen Hintergründe.

Das zweite Teilprojekt „BildHandeln“ nimmt die Visualisierungspraktiken und die regen Clubaktivitäten mittels teilnehmender Beobachtung in den Blick. Untersucht wird, welche Regeln einer ‚guten‘ fotografischen Praxis die Gemeinschaft ausgebildet hat und wie diese von den Mitgliedern gegenwärtig verhandelt werden. Fotografische Diskurse, anwendungsbezogenes Erfahrungswissen und medientechnische Kompetenzen konstituieren ein kollektives „Bildhandeln“, das situativ und historisch bedingt ist. Auch in diesem Teilprojekt spielen Interviews eine wichtige Rolle. So werden beispielsweise für sogenannte fotoelizitatorische Interviews Fotografien als Gesprächsimpulse genutzt, um die mit der Auswahl eines Bildes einhergehende Aushandlung nicht nur aufgrund ästhetischer Kategorien und Bewertungsmaßstäbe zu untersuchen [11]. Auch kann eine Verbalisierung fotopraktischen Wissens durch die auf manchen Fotografien abgebildeten Apparate, Handgriffe und Posen erreicht werden.

Im Sinne der visuellen Anthropologie werden aber nicht nur die bildlichen Produkte, die Verfasstheit des Fotoclubs und die Biografien seiner Mitglieder untersucht, sondern das Fotografieren wird selbst zur Methode. Die fotografische Beobachtung und die Dokumentation sind dabei erkenntnisleitende Elemente. Im Forschungsprozess werden Beobachtetes und Erlebtes eben nicht nur in Texte, sondern auch in Fotografien ‚übersetzt‘ (Abb. 2) [12].

Die aufgenommenen Fotos werden bisweilen auch für den projektbegleitenden Wissenschaftsblog „Bildsehen / Bildhandeln. Akteur*innen und Praktiken der (Amateur-)Fotografie“ genutzt [13]. Hier werden sukzessive Zwischenergebnisse der beiden Teilprojekte veröffentlicht. Das Format dient zuvorderst der autoethnografischen sowie der methodischen Reflexion und stellt so nicht nur gegenüber den Mitgliedern des Fotoclubs Transparenz über Arbeitsweisen und Fortschritte der Forschung her. Einer der ersten Blogposts berichtete zum Beispiel über den ‚Einstieg ins Feld‘ und die erste Teilnahme der Verfasserinnen an einem Clubabend im Februar 2020 [14]. Weitere Beiträge thematisieren das analytische Potenzial von fotografischen Wahrnehmungsspaziergängen [15] oder die Beeinflussung des Projektverlaufs durch die Covid-19-Pandemie [16], die inzwischen seit mehr als einem Jahr anhält, die Feldforschung stark einschränkt und persönliche Treffen mit den Clubmitgliedern zeitweise so gut wie unmöglich macht.


Amateurfotografie in der DDR und danachDas Projekt widmet sich in einem weiteren Schritt auch einer kontextualisierenden, historiografischen und theoretischen Betrachtung der Amateurfotografie. Die fotografische Produktivität der Freiberger Fotofreunde wie auch der zeitliche und inhaltliche Umfang ihrer Aufnahmen sind eine Besonderheit. Im Gegensatz zu den Überlieferungen anderer DDR-Amateurfotografinnen und -fotografen reichen sie deutlich über die politische Wende des Jahres 1989 hinaus und zeigen über zwei politische Systeme hinweg Kontinuitäten und Brüche gleichermaßen auf [17]. Dies ist umso bedeutender, als die DDR-Amateurfotografie wissenschaftlich noch immer wenig erforscht ist. Bislang analysierte nur eine umfangreichere Studie die sogenannten Betriebsfotogruppen. Diese waren Teil der sozialen Angebote der DDR-Betriebe, lösten sich nach der politischen Wende 1989 und der Wiedervereinigung im Jahr 1990 allerdings auf, als die Betriebe geschlossen wurden [18]. Auch ist die Geschichte der DDR-Fotografie bisher vor allem als Bild- und Propagandageschichte und weniger als eine ihrer vielfältigen Akteurinnen und Akteure erzählt worden. Wenn, dann standen zumeist Autorenfotografen und -fotografinnen wie Harald Hauswald (*1954), Sibylle Bergemann (1941–2010), Helga Paris (*1938) oder Christian Borchert (1942–2000) im Mittelpunkt [19]. Dass sich in der DDR eine große Anzahl von Amateurinnen und Amateuren engagierte, erfolgreich wirkte und bis heute aktiv ist, wird meist nur regional wahrgenommen.

Der Freiberger Fotoclub bietet hier einen guten Ausgangspunkt zur weiteren Erforschung der Amateurfotografie. Das fotografische Schaffen seiner Mitglieder weist eine breite Material- und Motivvielfalt auf. Die Fotofreunde verstehen sich selbst als „Berufsamateure“ [20] und als engagierte Hobbyfotografinnen und -fotografen. An ihrem Beispiel lassen sich Veränderungen im Selbstverständnis wie auch in der Wertschätzung, die Fotoamateure und -amateurinnen über die Zeit durchlaufen haben, herausarbeiten. Dazu zählen zum Beispiel die hohe gesellschaftliche, künstlerische und staatliche Anerkennung, die sie in der DDR erfuhren, aber auch die notwendige fotografische und organisatorische Neupositionierung nach der Wiedervereinigung [21].


Mit und über Fotografie(re)n erzählenTrotz umfänglicher Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie, konnten im Jahr 2020 ein erster Eindruck von einigen Fotoarchiven der Clubmitglieder gewonnen und insgesamt acht Interviews geführt werden: Vier davon thematisierten die Verwendung von Smartphones im fotografischen Schaffen [22], vier waren lebensgeschichtlich ausgerichtet. Bei Letzteren lag der Fokus auf der Bedeutung des Fotografierens und der Mitgliedschaft im Fotoclub für das eigene Leben. Solche biografischen Interviews dienen als Grundlage für die Verschränkung der Archiv- und Bildanalysen mit den Lebens- und Erfahrungsgeschichten der Fotofreunde und Fotofreundinnen.

Gemäß dem Kulturwissenschaftler Albrecht Lehmann drückt alles Erzählen Erfahrung aus [23]. Für Fotografien und die Praxis des Fotografierens kann dies ebenso gelten, sind doch die fotografische Arbeit und die Motivwahl eng mit der individuellen Lebensgeschichte verbunden. Diese Verzahnung ist einerseits erzählbar, findet andererseits aber auch visuellen Ausdruck. Auch mit und über Fotografien können Geschichten erzählt werden: etwa die ihrer Entstehung, über Motivation und Idee des Fotografierenden, über die Motive, die Auswahl, Präsentation und Rezeption der Fotos et cetera. Als lebensgeschichtlich relevantes, Veränderungen auslösendes Ereignis können beispielsweise die politische Wende und die deutsche Wiedervereinigung 1989/1990 betrachtet werden. Sie haben nicht nur Spuren in den Biografien, sondern auch im Clubleben und in der fotografischen Arbeit der Foto-freunde und Fotofreundinnen hinterlassen. Solche historisch bedingten sozialen, aber auch individuellen Ereignisse können einerseits Bekanntes infrage stellen, andererseits neue Möglichkeitsräume öffnen [24].

Ein verbreitetes Motiv in der DDR-Fotografie sind Arbeiter und Arbeiterinnen als Symbolfiguren des Arbeiter- und Bauernstaats [25]. Arbeitende Menschen finden sich auch in der sozialdokumentarischen Fotografie der Freiberger Foto-freunde vor 1989. In einem Interview berichtete der aktuelle Clubleiter Harald Börner (*1950) von den Veränderungen, die die fotografische Arbeit im Laufe der Jahre 1989 und 1990 durchlief, genauer gesagt von Veränderungen, die er bezüglich einer nachlassenden Wertschätzung für solche Arbeitsmotive feststellte: „Was will ich einen arbeitenden Menschen zeigen, wenn es nirgendwo Arbeit gibt.“ [26] Mit dieser Aussage spielte er auf eine kollektive Erfahrung in Ostdeutschland an: eine hohe Arbeitslosigkeit aufgrund von Betriebsschließungen und das Gefühl der Entwertung der eigenen Berufsbiografie. Genau dies zeigt eine Aufnahme des ehemaligen Clubleiters Gunther Galinsky (1938–2019) von 1993 (Abb. 3). Zu sehen ist eine Gruppe von Angestellten des Freiberger Schlachthofs kurz vor ihrer Entlassung. Die ernsthaften Gesichter spiegeln die Ungewissheit der Zukunft. Bemerkenswert ist vor allem eines: Keiner von ihnen arbeitet. Ihre Arbeitsgeräte liegen ungenutzt auf einem Holzblock am unteren Bildrand.

Das Zusammenspiel von individuellen und sozialen Erfahrungen sowie damit möglicherweise einhergehende Veränderungen der Wahrnehmungs- und Visualisierungsprozesse spielen für das Projekt ebenso eine Rolle wie die Frage, warum, wofür oder für wen jemand fotografiert, Bilder aufbewahrt, ordnet und archiviert oder in unterschiedlichen Formaten und Formen präsentiert. Die persönlichen Präferenzen, das haben die ersten Interviews gezeigt, sind breit gestreut und vielfältig. Sie reichen vom Selbstbild als Chronistin und Chronist, die oder der mit den eigenen Bildern auch in die Öffentlichkeit gehen möchte, über den Fokus auf die Familie hin zum Fotografieren ausschließlich für sich selbst. Dabei überschneiden sich die Bereiche immer wieder, wie auch das folgende Zitat des seit 1980 dem Verein angehörenden Foto-freunds Claus Mildner (*1946) zeigt, sie changieren je nach persönlichem Anspruch oder Motivation zwischen Öffentlichkeit und Privatheit: „Wir [der Fotoclub, Anm. d. A.] haben uns ja bissl als Chronisten gesehen, schon immer. Und ich hab mich als Chronist gesehen in der Familie, aber auch bissl in meinem beruflichen Alltag. Schon in der Penne, im Gymnasium hab ich ein paar Lehrer fotografiert, […] wie der so an der Tafel steht und nachdenkt und so.“ [27] Der frühere Clubleiter Gunther Galinsky hätte zur Dokumentation animiert und gesagt: „Das ist mal weg sonst. Es geht verloren. Und spätere Generationen begreifen nicht: Warum haben denn die das gemacht? Was soll denn das? Das muss erhalten sein.“ [28] Bei den Treffen mit den Clubmitgliedern im Jahr 2020 gehörte das Zitieren Gunther Galinskys zu den bemerkenswertesten Anekdoten. Es bleibt zu hoffen, dass die eingeschränkte Feldforschung im Jahr 2021 und darüber hinaus wieder intensiviert werden kann. Zwar können Interviews teilweise auch in Form von Videochats stattfinden, sie wiegen allerdings persönliche Treffen und den direkten Austausch, das Zeigen und gemeinsame Betrachten von Fotografien nicht auf.


Anmerkungen[1] Vgl. Daniela Schnupp: „ ‚Wir nehmen Zeitgeschichte auf‘. Amateurfotografie in der DDR“, in: Volkskunde in Sachsen, Vol. 27 (2015), S. 205–223.

[2] Vgl. die Homepage der Freiberger Fotofreunde unter (zuletzt eingesehen am 08.04.2021).

[3] Vgl. Übersicht über die Clubmitglieder, ihre Biografien und eine Auswahl ihrer fotografischen Arbeiten unter (zuletzt eingesehen am 08.04.2021).

[4] Clubmitglied Hans-Jürgen Wendel im Interview mit Nadine Kulbe, 10.09.2020.

[5] Vgl. Claus Mildner (Hg.): Fotoernte. Gekreuzte Blicke / Regards croisés / Skrzyz˙owane Spojrzenia / Ru˚znými Pohledy / Gekruiste Blikken. Fotografen aus den Partnerstädten sehen Freiberg 2017, Bd. 1 von 3, Freiberg: Selbstverlag 2017; Claus Mildner (Hg.): Fotoernte. Gekreuzte Blicke III / Regards croisés / Skrzyz˙owane Spojrzenia / Ru˚znými Pohledy / Gekruiste Blikken 2019/2020. In Freibergs Partnerstädten sehen Fotografen ihre eigene Stadt, Bd. 3 von 3, Freiberg: Selbstverlag 2020.

[6] Jean Lave und Étienne Wenger: Situated Learning. Legitimate Periperhal Participation, Cambridge: University Press 2007.

[7] Vgl. Manuela Barth: Kollektive Visualisierungen in Fotocommunities, Münster und New York: Waxmann 2016.

[8] Clubmitglied Peter Hoyer in: Freiberger Fotofreunde: 70 Jahre Freiberger Fotofreunde. Eine Edition zum Jubiläum 2020, Freiberg: Selbstverlag 2020, S. 62–66, hier S. 62.

[9] Zitiert nach Sandra Jakob in: Freiberger Fotofreunde 2020 (wie Anm. 8), S. 72.

[10] Der Satz stammt von Gunther Galinsky; zitiert hat ihn der jetzige Clubleiter Harald Börner im Interview mit Nadine Kulbe, 03.08.2020.

[11] Vgl. Douglas Harper: „Talking About Pictures. A Case for Photo Elicitation“, in: Visual Studies, Vol. 17 (2002), S. 13–26.

[12] Vgl. Sarah Pink: Doing Visual Ethnography. Images, Media and Representation in Research, London: Sage 2001.

[13] Vgl. (zuletzt eingesehen am 08.04.2021).

[14] Vgl. Blogpost von Nadine Kulbe: „Clubabend. Der Weg ins Feld“, in: Bildsehen / Bildhandeln, 26.02.2020 (zuletzt eingesehen am 08.04.2021).

[15] Vgl. Blogpost von Nathalie Knöhr: „Freiberg, zu Fuß, mit Fotoapparat“, in: ebd., 25.10.2020 (zuletzt eingesehen am 08.04.2021).

[16] Vgl. Blogpost von Nadine Kulbe: „Ethnografie und visuelle Anthropologie in Zeiten des Coronavirus SARS-CoV-2“, in: ebd., 23.03.2020 (zuletzt eingesehen am 08.04.2021).

[17] Vgl. zur Geschichte der DDR-Fotografie allgemein Sabine Schmid: Fotografie zwischen Politik und Bild. Entwicklungen der Fotografie in der DDR, München: Utz 2014.

[18] Vgl. Regine Schiermeyer: Greif zur Kamera, Kumpel! Die Geschichte der Betriebsfotogruppen in der DDR, Berlin: Links 2015.

[19] Vgl. zuletzt den Ausstellungskatalog von Bertram Kaschek: Christian Borchert. Tektonik der Erinnerung, Ausst.-Kat.-Kupferstich-Kabinett, Dresden, 26. Oktober 2019 – 8. März 2020 und Sprengel Museum Hannover, 17. Juni – 20. September 2020, Leipzig: Spector Books 2020.

[20] So der 2018 verstorbene, langjährige Clubleiter Gunther Galinsky im Interview mit Daniela Schnupp; zitiert nach Schnupp 2015 (wie Anm. 1), S. 218.

[21] Zu anderen Bereichen der DDR-Amateurkultur vgl. Cornelia Kühn: Die Kunst gehört dem Volke? Volkskunst in der frühen DDR zwischen politischer Lenkung und ästhetischer Praxis, Münster: LIT 2015; Ralf Forster: Greif zur Kamera, gib der Freizeit einen Sinn. Amateurfilm in der DDR, München: edition text + kritik 2018.

[22] Diese Interviews entstanden in Vorbereitung eines Vortrags von Nathalie Knöhr für die Tagung SnAppShots. Smartphones als Kamera der Kommission Fotografie bei der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, online durchgeführt am 22./23. Oktober 2020; vgl. das Programm unter (zuletzt eingesehen am 08.04.2020) (Publikation in Vorbereitung).

[23] Vgl. Albrecht Lehmann: Reden über Erfahrung. Kulturwissenschaftliche Bewusstseinsanalyse des Erzählens, Berlin: Reimer 2007.

[24 Vgl. Nadine Kulbe: „Fokus | Wende. Der Blick der Freiberger Fotofreunde auf 1989/90“, in: Ira Spieker (Hg.): Umbrüche. Erfahrungen gesellschaftlichen Wandels nach 1989, Dresden: Sandstein 2019, S. 126–136.

[25] Vgl. Silke Satjukow und Rainer Gries (Hg.): Sozialistische Helden. Eine Kulturgeschichte von Propagandafiguren in Osteuropa und der DDR, Berlin: Links 2002.

[26] Harald Börner im Interview mit Nadine Kulbe, 03.08.2020.

[27] Clubmitglied Claus Mildner im Interview mit Nadine Kulbe, 28.10.2020.

[28] Claus Mildner zitiert Gunther Galinsky im Interview mit Nadine Kulbe, 28.10.2020.


Autorinnen

Nathalie Knöhr, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Zellescher Weg 17, 01069 Dresden, Germany, Tel. +49-351-436-16-35, n.knoehr@isgv.de

Nadine Kulbe, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Zellescher Weg 17, 01069 Dresden, Germany, Tel. +49-351-436-16-45, n.kulbe@isgv.de Sydney: Bloomsbury Visual Arts 2020, Doppelseite 412/413.